
Mein Baby lernt schlafen
Viele junge Eltern können ein Lied davon singen, dass sie diesen Anblick nicht oft genug erleben. Haben Sie Geduld. Früher oder später findet jedes Baby seinen Rhythmus.
Wann sich der Schlaf-Wach-Rhythmus an den Tag-Nacht-Rhythmus anpasst und ein Baby durchschläft, ist sehr unterschiedlich. Manchmal schläft ein Kind schon eine Weile durch und in der nächsten Wachstumsphase wacht es plötzlich nachts wieder öfter auf und verlangt nach Ihnen. Das ist ganz normal. Glauben Sie daran: ein Kind findet allein wieder in ein regelmäßiges Schlafverhalten zurück.
Das Neugeborene 16 bis 20 Stunden pro Tag und 2-3 Schlafphasen am Tag
Mit ca. 2 Monaten 15 bis 16 Stunden pro Tag
Füttern Sie Ihr Baby nachts nicht häufiger als am Tag. Sollte es zwischen den Mahlzeiten aufwachen, versuchen Sie, das Baby ohne Nahrung wieder in den Schlaf zu begleiten, z.B. indem Sie den Schnuller anbieten.
Mit ca. 4 Monaten 9 bis 12 Stunden pro Tag
Sie können nun beginnen, das Schlafmuster Ihres Kindes sanft zu beeinflussen, indem Sie es immer ungefähr zur gleichen Zeit tagsüber und am Abend ins Bettchen legen. So kehrt ein wenig Routine in den Tag.
Mit ca. 6 Monaten 11 Stunden pro Tag und 2 Schlafphasen am Tag
Wo Ihr Baby schläft, ist ganz entscheidend, aber sehr individuell. Manche Kinder lassen sich durch Geräusche nicht stören, andere brauchen viel Ruhe. Das werden Sie schnell herausfinden.

Rückenlage ist die sicherste Lage.
achten Sie darauf, dass Ihr Kind in einer rauchfreien Umgebung schläft
- Abgase (z.B. vom Auto) und Zigarettenrauch schädigen die Atemwege Ihres Babys.
Am besten schläft Ihr Liebling in seinem Bettchen bei Ihnen im Schlafzimmer. So haben Sie ihn immer in Ihrer Nähe.
Geben Sie keine Kopfkissen oder Bettdecken in das Bett
- Sie könnten die Atmung Ihres Kindes behindern und es könnte sich darin verfangen. Ein Schlafsack ist dagegen eine gute Alternative.
Am besten eignen sich Gitterbetten und offene Wiegen, aber geräumige Betten mit Bewegungsfreiheit sind ebenfalls in Ordnung
Achten Sie auf eine Zimmertemperatur, die nicht über 18° liegt.
Am besten kleiden Sie Ihren Schützling luftig ein, dabei reichen 2 Lagen und ein Schlafsack völlig aus, angepasst an die jeweilige Jahreszeit.
Körperliche Nähe
Für sein körperliches und psychisches Wohlbefinden braucht Ihr Baby körperliche Nähe. Geben Sie ihm tagsüber und beim Einschlafen viel davon, dann fühlt es sich auch in der Nacht sicher und geborgen.
Das Abendritual
Experten raten: das Abendritual ist wichtig, sollte aber nicht zu lange dauern.
Damit ein Baby gut schläft, muss es zur Ruhe kommen. Hier hilft ein Abendritual beim Einschlafen: z.B. eine Märchenstunde oder eine Streichelmassage. Das Abendritual ist natürlich altersabhängig. In den ersten Monaten hilft Schaukeln und danach vielleicht ein Abendlied, später die altbewährte Gute-Nacht-Geschichte.
- Tipp für die Nacht
Geben Sie die Flasche nicht als Einschlafhilfe, denn durch Dauernuckeln können schwere Zahnschäden verursacht werden. Wiegen Sie Ihr Kind nicht auf dem Arm in den Schlaf, denn wenn Sie es wach ins Bettchen legen, weiß es, wenn es aufwacht, wo es ist. Dass ein Baby einmal nachts wach ist und vor sich hin brabbelt, ist ganz normal.
Aber schreien lassen sollten Sie es nicht.
Ihr Baby ist auf Ihren Schutz und Ihre Versorgung angewiesen. Jedes Alleinelassen bedeutet für Ihren Liebling dadurch Angst, dass niemand mehr für ihn da ist. Bleiben Sie einfach so lange bei hm, bis er wieder eingeschlafen ist.


